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Tauschclubs in Argentinien in den 90er Jahren

Ende der 90er Jahre erschütterte Argentinien eine tiefe Wirtschaftskrise.
Die Ursachen waren eine falsche Wirtschaftspolitik, eine Privatisierungswelle und der "Currency Board", bei dem der argentinische Peso im Verhältnis von 1:1 zum amerikanischen US Dollar angepaßt wurde.
Es folgten die Rezession 1998/99, der darauf folgende totale Zusammenbruch des Finanzsystems 2001/02 und die damit verbundene Einfrierung der Sparguthaben.
Massenproteste, soziale Unruhen, Zahlungsunfähigkeit des Staates und Regierungssturz konnten nicht mehr aufgehalten werden.

Weil man das Vertrauen in die eigene Währung verlor gab es einen "Bankrun", wo jeder seine Ersparnisse in bar abheben wollte. Die Regierung erließ vorübergehend sogar den Beschluß, dass Bargeldauszahlungen von den Banken nur noch in Höhe von bis zu 250 Euro je Woche je Kontoinhaber vorgenommen werden durften. Ein Drittel der Bevölkerung lebte zu diesem Zeitpunkt bereits unterhalb der Armutsgrenze. Die Inflationsrate kletterte im Jahr 2002 auf 41%, wobei die Rate für Grundnahrungsmittel noch erheblich darüber lag, man spricht von über 70%!
Parallel reduzierten sich jedoch die Löhne. Der Konsum kam somit fast völlig zum Erliegen und es wurde nur noch das allernötigste gekauft.

Spätestens das war die Geburtsstunde der Tauschclubs:
Getauscht wurden Waren und Dienstleistungen, das Angebot reichte von Lebensmittel die Bauern anboten über selbst gefertigte Gegenstände bis Malerarbeiten und ähnlichem.
Mehr als ein Fünftel der Bevölkerung Argentiniens sicherte sich in den Tauschclubs ihr eigenes Überleben. Die Zahl der Tauschclubs, entwickelte sich von einem im Jahr 1995 auf über 5000 in ihrer Hochzeit 2002. Der "Trueque" hatte seine eigene Währung, genannt: "Credito", und ermöglicht geldfreien Tausch zwischen den Marktteilnehmern.

Dieses Komplementärwährungssystem ist weltweit die größte private Währungsalternative.
Es basiert nicht auf Gewinnmaximierung und Spekulation, sondern ist ein humanes Geschäftsmodell, an dem jeder partizipieren kann und seine eigenen Fähigkeiten und Kenntnisse in die Gemeinschaft mit einbringen kann um sein Überleben zu sichern und/oder um die Lebensqualität zu verbessern.

www.sparkonzepte-online.de

15.9.09 22:28
 


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